Geschichte: Geschichte(n) greifbar: Fahnenstock

Nächste Termine


Fr, 26. Oktober, 19 Uhr
So, 28. Oktober, 17 Uhr

WOMEN of AKTION!
Ein Theaterstück zur Revolution
in Kiel in engl. Sprache mit dt.
Info-Material
Ort: Technische Marineschule,
Arkonastraße 1

Do, 29. November, 19 Uhr
Treffen des
AK Geschichte/Kultur,
Walter-Damm-Haus


Die Treffen sind öffentlich,
so weit nicht anders
angegeben.
Weitere Interessierte sind
willkommen.

Unser Vertreter im Bundestag 2017-2022!

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Geschichte(n) greifbar: Fahnenstock

Historische Fahnenstockverbindung der USPD Holtenau, die sich 1917 abspaltete.

Der folgende Beitrag beruht auf der Arbeit des Genossen Bernd Vogelsang. Dieser ist im Besitz des Objekts, hat die Fotos zur Verfügung gestellt und die Recherche durchgeführt. Vielen Dank!

Peter Pfister M.A., Referent im Archiv der sozialen Demokratie / Kunstsammlung der Friedrich-Ebert-Stiftung, ordnet das Stück so ein:

"Bei dem Fundstück handelt es sich um eine Fahnenstockverbindung, wie sie bei Tragefahnen üblich waren bzw. heute noch sind.

Die Fahnenstöcke waren zu Transport- und Lagerungszwecken ein- oder mehrfach geteilt, wobei sich die Teilung der Fahnenstöcke nach der Größe des Fahnenblattes richtete. Ihre Fahnenstockverbindung deutet demnach auf eine Tragefahne mit einem vergleichsweise großen Fahnenblatt hin.

Der Fahnenstock selber ist aller Wahrscheinlichkeit nach vernichtet worden, da sich das Amulett mit der Widmung (hier: "Gewidmet v. d. U.S.P.D. Groß-Kiel Distrikt Holtenau") mit bei der Fahnenstockverbindung befindet. Diese Art der Widmungen wurden auf den Fahnenstock selber geschraubt und besitzen keine inhaltliche, sondern nur eine provinziale Beziehung zu der Fahnenstockverbindung."

 

"Die Fahnenstockverbindung gehörte sicher der USPD Holtenau, die sich im Sommer 1917 von der SPD abgespalten hatte."

Auszug aus "Geschichte des SPD Ortsvereins Kiel-Holtenau" von Maik Schuhknecht:

"Zählte der SPD-Ortsverein Holtenau im Juli 1914 noch 792 (siebenhundertzweiundneunzig) Mitglieder, so versank er nach dem Ausschluss einer großen Mehrheit in der Bedeutungslosigkeit."

"Nach meinen Recherchen beschloss die Generalversammlung des USPD-Ortsvereins Holtenau im Januar 1919 den Übertritt zur KPD, hier hatte später auch die linksradikale KAPD ihre Hochburg.

Somit hatte die Fahne wohl ausgedient und ihr Verbleib ist unbekannt. Es waren eben stürmische Kriegszeiten auch für die SPD." (B. Vogelsang)